Haus Chemnitzstr. 30 - Amt Rantzau

Das Gebäude Chemnitzstr. 30 wurde 1852 von der Witwe Pohlmann neben der schon dort seit 1802 stehenden Rodeschen Privilegierten Apotheke (rechts) gebaut. Sie betrieb dort eine Gerberei. Später wurde das Gebäude zu einem Arzthaus. Seit 1953 ist hier das Amt Rantzau untergebracht. Das Amt Rantzau besteht in seinem heutigen Umfang erst seit 1948. Vorher war das Kirchspiel Barmstedt ab 1.4.1889 in drei Amtsbezirke unterteilt.
Den ersten Amtsbezirk bildete Lutzhorn mit Lutzhorn, Gr. Offenseth, Kl. Offenseth, Bokholt und dem Forstbezirk Rantzau; den zweiten Hemdingen mit Hemdingen, Langeln, Heede und Bilsen; den dritten Bevern mit Bevern, Ellerhoop, Seeth Ekholt, Kölln-Reisiek und Bullenkuhlen.
Diese Bezirke wurden nach 1945 wieder aufgelöst. Aufgrund der Amtsordnung in Schleswig-Holstein entstand das Amt Rantzau am 1.4.1948 mit den Gemeinden Bevern, Bilsen, Bokholt-Hanredder, Bullenkuhlen, Ellerhoop, Gr. Offenseth-Aspern, Heede, Hemdingen, Langeln und Lutzhorn.
Für gut ein Jahr war das Amt in der Genossenschaftsmühle, Nappenhorn (am Bahnhof), untergebracht. Die ersten Sitzungen des Amtsausschusses fanden in der Gastwirtschaft von Böttcher "Zum ländlichen Verkehr" in Barmstedt, Mühlenstraße, statt. 1949 erfolgte der Umzug in die ehemalige Landsparkasse, später Kreissparkasse bis 1943 (Reichenstraße 4), heute Uhrmachergeschäft Raven. 1953 konnte schließlich das Wohngrundstück von Dr. Frieben in der Chemnitzstr. 30 zunächst angemietet und 1957 käuflich erworben werden. Der Kaufpreis betrug damals 38.000 DM.
Das Amtsgebäude wurde in den Jahren 1982/ 83 erheblich erweitert. Das Bauvorhaben kostete insgesamt etwa 900.000 DM.
Der Name das Amtes Rantzau stützt sich auf die ehemalige traditionsreiche Herrschafts- und Verwaltungsinstitution der Grafen von Rantzau. Vorbild für das Amtswappen ist daher das Wappen der Reichsgrafen zu Rantzau von 1650.
Die Genehmigung zur Annahme des eigenen Wappens wurde mit der Urkunde des Innenministers des Landes Schleswig-Holstein vom 20.2.1987 erteilt.

Amt Rantzau 1856

Gerberei der Witwe Pohlmann (links) neben Privilegierter Apotheke an der Kirche. Die Mauer im Vordergrund trennt den "Ruhe Hoff", den Kirchhof, von der Straße, die entsprechend "Hinter der Mauer" hieß. Zeichnung von 1856



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